Oberseminar Informatik im WS 2010/2011

Die Dozenten der Informatik

Universität Osnabrück

Das Oberseminar Informatik ist ein Forum zum wissenschaftlichen Austausch von Dozenten, Doktoranden und Studierenden. Vorgetragen werden Konzepte bzw. Ergebnisse von Bachelor-, Master-, Diplom- und Promotionsarbeiten sowie aktuelle Forschung aus den Arbeitsgruppen der Informatik (BI=Bioinformatik, KO=Kombinatorische Optimierung, MI=Medieninformatik, SE=Software Engineering, TI=Technische Informatik, WB=Wissensbasierte Systeme, )

Information für Studierende: Die Veranstaltung wird als Seminar klassifiziert. Ein Scheinerwerb ist nicht möglich. Für Bachelor- und Masterstudenten und Doktoranden sind Vorträge im OSI als Teil der Abschlussarbeit verpflichtend. Hinweise zur Vortragsgestaltung gibt der Betreuer. Üblich sind ca. 30 Minuten Vortrag und 15 Minuten Diskussion.

TerminVortragende(r)AGThemaAbstract
17.11.10Nicolas NeubauerMIDatenaggregation und -analyse im Kontext eines sozialen Netzwerks am Beispiel eines personalisierten Feed-ReadersNuntio heißt das Projekt, das einen Feed-Reader und ein soziales Netzwerk miteinander vereint, um auf Basis der gesammelten Daten eine personalisierte Tageszeitung zusammenzustellen. Thematischer Schwerpunkt des Projekts ist die Aggregation der Online-Nachrichten und die Analyse selbiger unter Verwendung der "sozialen" Daten, die durch die Nutzer generiert werden.
 Jan BoltenSEFeed-Inhalte in rollenbasierten Portalumgebungen - Systemkonzeption für eine flexible Transformation und Archivierung von Feed-InhaltenWeb Feeds gewinnen im Unternehmenskontext zunehmend an Bedeutung, da Feed Formate in hohem Maße zum Austausch von Informationen genutzt werden. Für Unternehmen ist es daher interessant interne und externe Feed-Informationen zu kontrollieren und für die Mitarbeiter zentral abrufbar zu machen. In dieser Arbeit soll die Integration und Archivierung von Feed-Informationen in einem Unternehmensportal umgesetzt und evaluiert werden. Ein zu entwickelnder flexibler Importmechanismus soll die Möglichkeit bieten, auch zukünftige auf XML basierende Feed Formate integrieren zu können.
24.11.10Florian Otte, Johannes ZimmermannWBAutomatisiertes Auffinden und Auffuellen von Scanschatten in 3D-LaserscansBei der autonomen Erkundung eines Roboters sind nicht einsehbare oder verdeckte Bereiche sehr gute Anhaltspunkte fuer die weitere Exploration. Es sollen Methoden vorgestellt werden, diese Bereiche zu erkennen und effizient aufzufuellen.
01.12.10Uwe HebbelmannMIMinddrag: Connecting Web-Contents made easy - Umsetzung für iPhone/iPad OSAuf Basis von Minddrag soll eine intuitive Möglichkeit bereitgestellt werden, um teamorientiert Web-Inhalte zu recherchieren und visuell aufzubereiten. Dabei sollen neben einfachen Texten auch Bilder sowie Videos und andere Dateien zueinander in Kontext gestellt und ggf. mit Notizen versehen werden können, um kollaborativ Informationsstrukturen aufzubauen. Die Umsetzung erfolgt für iPhone bzw. iPad OS.
 Markus AlterMISynchronisation von Android-Smartphones mit Pimero 2010 über einen Google-AccountFür das vorhandene Programm „Pimero“ soll eine Synchronisation mit Android-basierten Smartphones für Termine und Kontakte erstellt werden. Pimero verwaltet Termine, Kontakte, Aufgaben, Notizen und E-Mails. Die Funktionalität des Programms wird dahingehend erweitert, dass es alle Termine und Kontakte eines Google-Accounts ausliest, sie mit den Programmdaten vergleicht und anschließend die Änderungen im Google-Account und im Programm durchführt.
08.12.10Marwane El KharbiliSERegulatory Compliance Management for Business Processes: policy-based and model-drivenDie Herstellung regulatorischer Geschäftsprozess-Compliance ist ein Problem mit zunehmender industrieller Bedeutung sowie wachsender Komplexität. Wir stellen ein Framework vor, das eine formale Darstellung von Regularien (z.B., Gesetze, Verträge) ermöglicht. Ziel ist es, eine automatische Überprüfung der Geschäftsprozesse gegenüber der Einhaltung von Regularien zu unterstützen (Compliance). Wir stellen dafür eine Methode, Modelle, und eine Sprache zur Modellierung von Regularien vor. Mit Hilfe von Modellen und formalen Modell-Transformationen können existierende Verifikationstechniken zur Überprüfung von Compliance genutzt werden.
 Stefan Fabrewitz Entwicklung eines grafischen Debuggers für XSLTXSLT ist ein bedeutender und häufig eingesetzter Standard für Transformationen von XML-Dokumenten. Die zugrunde liegende deklarative Transformationssprache ist aber gerade für Anfänger recht gewöhnungsbedürftig. Während sich in der Open-Source-Szene schon lange leistungsfähige XSLT-Transformatoren etabliert haben, finden sich hier kaum grafische Werkzeuge, die die Entwicklung von Transformations-Stylesheets unterstützen. Hier soll der grafische Debugger ansetzen. Anhand ausgesuchter und typischer Problemstellungen soll die Arbeitsweise des Debuggers demonstriert werden.
15.12.10Denis Meyer, Lars KiesowWBProbabilistische 6D-Lokalisierung einer 3D-Kamera unter Zuhilfenahme eines InertialsensorsEin häufig auftretendes Problem in der mobilen Robotik ist die Lokalisierung innerhalb eines globalen Systems. Um dieses Problem zu lösen werden meistens Laserscanner eingesetzt, um ein Bild der Umgebung zu bekommen. In dieser Arbeit jedoch wird ein solcher durch eine 3D-Kamera ersetzt, da diese einige Vorteile aufweist wie z.B. der bessere Freihandeinsatz auf Grund ihrer kleinen Größe und geringem Gewicht. Um die Schwächen der Kamera zu kompensieren wird sie mit einem Inertialsensor kombiniert, welcher aus diversen Dreh- und Beschleunigungssensoren besteht und benutzt wird, da er relativ unempfindlich gegenüber vielen Einflüssen der Umgebung ist. Zur Lokalisierung wird eine Monte-Carlo-Lokalisierung implementiert, welche fortlaufend über die Daten der IMU aktualisiert wird.
05.01.11Christian LintzeTIModellbasierte Analyse interagierender selbstoptimierender SystemeDirigiertes Selbstlernen (DSL) hat sich als erfolgreiche Strategie zur selbstoptimierenden Regelung technischer Eingrößensysteme erwiesen. Die Erweiterung auf Mehrgrößensysteme ist allerdings nicht trivial. In diesem Vortrag wird gezeigt, wie durch modellbasierte Analysen Grundlagen zur Erweiterung von DSL auf Mehrgrößensysteme gelegt werden können. Zudem werden entwickelte Konzepte systemtheoretisch beschrieben.
12.01.11Jan-Niklas BartholomäusMIProzedurale Generierung eines Welt Modells auf Grundlage von OSM DatenAuf Grundlage von Vektordaten des OpenStreetMap Projekts soll ein Welt Modell erstellt werden. Die zugrundeliegenden Daten sollen mithilfe von prozeduralen Techniken angereichert werden um somit eine ansprechende Visualisation zu erreichen. Der Vortrag behandelt erste Konzepte und Herangehensweisen an die zugrundeliegende Aufgabenstellung sowie eine Übersicht über verwendete Daten und Software.
19.01.11Malte WeskerSEProduktliniensoftware mit variablen Kryptographischen VerfahrenMit Hilfe des Produktlinienverfahren soll "ein" Dateiverwaltungssystem erstellt werden. Dank der Produktlinienentwicklung lassen sich aus diesem einem Produkt, jedoch zahlreiche verschiedene ableiten. Jedes hieraus entwickelte Produkt besitzt einige ähnliche Eigenschaften und unterscheidet sich nur in einigen ausgewählten Punkten von den anderen. Zu diesen Punkten zählen z.B. die verschiedenen Kryptographischen Verfahren sowie die Art der persistenten Dateispeicherung.
 Niels MeyeringMIWolkenvisualisierung mittels Volume RenderingEine Visualisierung von Wolken kann mithilfe traditioneller Rastergrafik gelöst werden [s. Bachelorarbeit Sascha Kolodzey]. Diese Arbeit beschäftigt sich mit Methoden, wie eine realistische Wolkendarstellung mithilfe von Volume Rendering erreicht werden kann. Insbesondere sollen Algorithmen vorgestellt und angewandt werden, die mit diesem alternativen Ansatz eine realistischere Repräsentierung erreichen. Hierbei soll auch gezeigt werden, in welchem Maße sich diese Klasse von Verfahren auf modernen Grafikkarten zur Echtzeit-Darstellung eignet.
26.01.11Jens Hülsmann

Andreas Buschermöhle
TITrustmanagement bei Klassifikationsaufgaben

Trustmanagement in technischen Systemen
In technischen Systemen werden zunehmend komplexere Zusammenhänge und Strukturen aufgebaut. Diese Systeme sind anfällig für Unsicherheiten oder Anomalien aus verschiedenen Quellen und gefährden somit die Funktion des Systems. Zugleich ist ein sicherer betrieb oft unabdingbar, da zum Beispiel ein Fahrerassistenz-System keine kritischen Fehler enthalten darf. Eine explizite Berücksichtigung der Unsicherheiten ermöglicht es hier, robustere Systeme zu erhalten. Insbesondere im Zusammenspiel mit lernfähigen Systemen können Unsicherheiten durch falsch oder noch nicht gelerntes Wissen auftreten. In disem Vortrag wird das Konzept von "Trust Management" als Methode zur Behandlung von Unsicherheiten vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt neben den Grundlagen auf der System-Betrachtung und Funktions-Regression (Andreas Buschermöhle) und der Klassifikation (Jens Hülsmann). 
02.02.11/10:00 UhrJohannes EmerichMIhobbes - ein Java-Interpreter in JavaScriptSkripten und Lehrmaterialien können auf einer ständig zunehmenden Zahl von Endgeräten rezipiert werden. Die in Informatik-Lehrmaterialien enthaltenen Code-Beispiele benötigen jedoch in der Regel eine bestimmte Umgebung zur Ausführung, die aufgrund von Einschränkungen durch Hard- oder Software nur von einem geringen Teil der Endgeräte geboten werden kann. Ein großer und wachsender Teil der Endgeräte unterstützt jedoch die Anzeige von HTML und eingebettetem JavaScript. Durch das Schaffen einer geeigneten Umgebung im Browser mittels JavaScript kann so die direkte Ausführung von Beispielcode ermöglicht werden. In der Arbeit soll als ein Ansatz ein in JavaScript geschriebener Java-Interpreter vorgestellt werden.
 Hannes GräulerNKGHierarchical Perceptual Control of a Humanoid Robot ArmIn dieser Arbeit wird auf Grundlage der Perceptual Control Theory (PCT) ein Konzept zur neuronalen Steuerung eines Armes eines humanoiden Roboters entworfen. PCT sagt, dass das Verhalten von Systemen durch die Regelung ihrer Wahrnehmungen (Sensorik) beschrieben werden kann. Das realisierte Steuerungskonzept enthält hierarchisch organisierte Rückkopplungsschleifen und bietet somit eine schnelle, reaktive Kopplung von Sensorik und Aktorik.
09.02.11Alexander LorenzMIImplementierung und Vergleich von Visualisierungsvarianten für Stud.IP-NutzerdatenIn dieser Arbeit soll unter Verwendung unterschiedlicher Grafikbibliotheken, Visualisierungsvarianten für Stud.IP-Nutzerdaten implementiert und mit einander verglichen werden um die jeweiligen Vor- und Nachteile herauszuarbeiten.
 Artur KamenewMIPropose - Entwicklung eines E-Partizipations-Plugins für Stud.IPIn Lehr- und Lernszenarien entsteht häufig die Notwendigkeit, Vorschläge (z.B. für eine Themenliste, ein Projektthema, ein Exkursionsziel) zu sammeln, zu diskutieren und abzustimmen. Zur Unterstützung verschiedener Beteiligungs- und Abstimmungsverfahren wurde ein Stud.IP Plugin entwickelt, das in Veranstaltungen eingesetzt werden kann und diese Verfahren in den vier Phasen informieren, vorschlagen, kommentieren und bewerten, realisiert. 
23.02.11Sebastian BrunsMIImplementierung eines GPS-unterstützten Stadtführers für Osnabrück auf Android-basierten SmartphonesIm Rahmen dieser Arbeit soll eine Anwendung für Smartphones entwickelt werden, welche wissenswerte Informationen zu Osnabrück bereithalten soll. Dem Nutzer sollen die Informationen auf verschiedene Weisen aufbereitet werden. Sie sollen dabei von einer externen Datenbank bereitgestellt werden und mittels einer grafischen Benutzeroberfläche in einem Browser verwaltet werden können. Es wird das von Google entwickelte Betriebssystem Android verwendet, außerdem wird auf das Kartenmaterial von Google-Maps zurückgegriffen. Die zugrundeliegenden Informationen zur Stadt Osnabrück werden freundlicherweise von der Tourist Information Osnabrück bereitgestellt. Das Smartphone benötigt für die vollständige Unterstützung der Applikation einen GPS-Sensor, eine Internetanbindung und Lagesensoren. Das Ziel dieser Arbeit ist eine Anwendung zu schreiben, welche leicht zu bedienen, möglichst kurze Ladezeiten aufweist und gut wartbar ist. Besonders soll auf das Android-Betriebssystem eingegangen werden und ob die an das System gestellten Erwartungen erfüllt werden können. Weiterhin soll sich zeigen inwiefern die aktuelle Hardware den gestellten Anforderungen gewachsen ist und ob die Kommunikation über das Mobilfunknetz die benötigten Daten in angemessener Geschwindigkeit zur Verfügung stellen kann.


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