Oberseminar Informatik im SS 2010

Die Dozenten der Informatik

Universität Osnabrück

Das Oberseminar Informatik ist ein Forum zum wissenschaftlichen Austausch von Dozenten, Doktoranden und Studierenden. Vorgetragen werden Konzepte bzw. Ergebnisse von Bachelor-, Master-, Diplom- und Promotionsarbeiten sowie aktuelle Forschung aus dem Fachgebiet Informatik.

Information für Studierende: Die Veranstaltung wird als Seminar klassifiziert. Ein Scheinerwerb ist nicht möglich. Für Bachelor- und Masterstudenten und Doktoranden sind Vorträge im OSI als Teil der Abschlussarbeit verpflichtend. Hinweise zur Vortragsgestaltung gibt der Betreuer. Üblich sind ca. 30 Minuten Vortrag und 15 Minuten Diskussion.

TerminVortragende(r)AGThemaAbstract
07.04.10  Terminvergabe 
21.04.10    
28.04.10Mareike PaulKOOptimierung bei ambulanten PflegedienstenDie Anfrage nach ambulanter Pflege ist in den letzten 40 Jahren stark gestiegen. Mit steigender Pfleger- und Klientenzahl wird es für die Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten immer schwieriger, Dienstpläne und einzelne Tagestouren zu erstellen, die alle Bedingungen erfüllen, die gestellt werden. Im Zuge dieser Masterarbeit sollen jeweils ein Modell für die Dienstplanerstellung und eines für die Erstellung von Tagestouren erarbeitet werden, welche diese Bedingungen berücksichtigen. Eine Grundlage für diese Modelle bilden die Wünsche eines real existierenden Pflegedienst. Des Weiteren soll eine Software entwickelt werden, die die Modelle aufgreift und Touren- und Dienstplanung anwenderfreundlich umsetzt.
05.05.10Jochen SprickerhofWBBetween the scales - vom Kartenbau im kleinen bis zu großen Arealen mit mehreren mobilen RoboternDas Erstellen von Karten von und für Roboter ist seit einigen Jahren ein großes Forschungsfeld. Ging es dabei anfänglich darum, eine möglichst gute Repräsentation der räumlichen Umgebung zu erhalten, damit er darin navigieren kann, driftet der Schwerpunkt heutzutage immer mehr dahin, die Karten durch semantische Informationen anzureichern, um einem Roboter mehr Interaktion mit seiner Umgebung zu ermöglichen.
In meiner Doktorarbeit beschäftige ich mich mit der Integration von symbolischen und rohen Sensordaten zu Karten für mobile Roboter. Dabei will ich versuchen, die Karten sowohl in lokalen Dimensionen als auch als Ganzes und in großen Maßstäben (large scale) zu verbessern. Die Grundlage dazu bildet meine Diplomarbeit, in der ich einen Algorithmus zum Schleifenschließen in der Robotertrajektorie entwickelt habe. In meinem Vortrag werde ich neue Ergebnisse dazu sowie die Integration der Daten mehrere Roboter in das vorhandene Framework zeigen und einen Ausblick auf zukünftige Ideen und Projekte liefern.
12.05.10Martin GüntherWBSemantic MappingAls "Semantic Mapping" bezeichnet man den Prozess, Objekte und Strukturen in Roboterkarten mit ihren semantischen Kategorien zu kennzeichnen. Dies ermöglicht einerseits das Planen von zielgerichteten Aktionen mit diesen Objekten; andererseits können Top-Down-Informationen über die erwartete Größe, Position und räumliche Relation zu anderen Objekten wertvolle Hinweise für die tieferliegenden Objekterkennung liefern. In meiner Doktorarbeit werde ich ein Semantic-Mapping-System entwickeln, welches aus drei Schichten besteht: einer Sensorschicht, welche Objekte mithilfe eines 3D-Laserscanners klassifiziert; einer lokalen Kontextschicht, welche A-Priori-Wahrscheinlichkeiten für Objekte mithilfe von Bayes-Netzen berechnet; und einer Konzeptschicht, welche Objekte, Aggregate und Orte mithilfe einer Description-Logic-Ontologie repräsentiert. Schließlich soll diese semantische Karte verwendet werden, um mithilfe eines HTN-Planers Aktionen zu planen. In diesem Vortrag werde ich in erster Linie die geplante Struktur dieses Systems näher erläutern.
19.05.10    
26.05.10Tim JöddenMISuchmaschine für Vorlesungen"Adaptive Multimedia", also Medien, die auf die Bedürfnisse des Users zugeschnitten sind, haben sich im Zuge der videobasierten Vorlesungspräsentation zu einer festen Grösse entwickelt. Um dem User das Auffinden von Vorlesungen zu vereinfachen, soll das Userfrontend der Vorlesungsplattform virtPresenter um eine vollautomatische Alternativensuche ("More like this"-Suche) erweitert werden. Im Zuge meiner Bachelorarbeit wird eine Suchmaschine implementiert, die Inhalte der aufgezeichneten Vorlesungen miteinander vergleicht und einen themenbasierten Ähnlichkeitswert mithilfe computerlinguistischer und algorithmischer Mittel berechnet.
26.05.10Stefan MöbusWBMaterialbestimmung durch RemissionswerteZusätzlich zu Abstandswerten liefern Laserscanner häufig auch sogenannte Remissionswerte zurück (i.e. eine Angabe bzgl. der Intensität des reflektierten Laserstrahls). Es gilt zu prüfen, inwiefern diese Werte dafür geeignet sind, verschiedene Materialien zu unterscheiden.
02.06.10Roland Müller Automatisierte Interpretation biometrischer Signale - das EKGdas Herz (anatomische und physiologische Grundlagen), das EKG (Definition, Geschichtlicher Hintergrund, Ableitungen/Kanäle), die Rhythmusanalyse (Kobendiagramm, Areas of Interest, Algorithmusdiskussion, Softwaretechnologische Umsetzung)
09.06.10Constanze SchwanWBIntegrating DL and Prolog 
09.06.10Markus MoormannMIMultimediaanzeigetafelnMultimediaanzeigetafeln stellt ein System dar, mit welchem sich verschiedenste Arten von Medien redaktionell erfassen, verarbeiten und an verschiedenen Orten darstellen lassen. Mit Hilfe von verschiedenen Web 2.0 Techniken kann der Anwender schnell und einfach Medien veröffentlichen und dabei entscheiden an welchen Orten die Medien zu sehen sein sollen.
16.06.10Alexander FreyMIMinddrag - Intuitives Web 2.0 Kollaborationswerkzeug zum Verknüpfen und Austauschen von InhaltenMinddrag stellt eine neue Lösung für die teamorientierte Recherche von Inhalten über das Internet dar. Es verringert den Speicher.- und Organisationsaufwand der für den Benutzer wertvollen Inhalte auf ein Minimum und ermöglicht beliebige Inhalte zueinander in Kontext zu setzen. Umgesetzt mit den aktuellsten Web-Technologien, kann es flexibel von unterschiedlichsten Plattformen zum gemeinsamen Aufbau von Informationsstrukturen verwendet werden.
16.06.10Roland TapkenMIEvolution einer Business-SoftwareDie SenerTec Dachswelt ist ein seit 2009 entwickeltes spezialisiertes Programm zur Erfassung von Angeboten. Wurde es zunächst durch eine Zweigstelle („SenerTec Center“) in Hagen in Auftrag gegeben und verwendet, übernahm Anfang 2010 die Zentrale in Schweinfurt die Weiterentwicklung des Programms. In dieser Masterarbeit werden die dadurch hinzugekommenen Ansprüche und entsprechende Lösungsansätze vorgestellt.
23.06.10Nico MarniokMIEntwicklung einer Software zur Veranschaulichung von hardwarebeschleunigter RastergrafikDie Computergrafikvorlesung stellt gängige Algorithmen und Methoden zur Erzeugung von Rastergrafiken vor. Die Studenten müssen einige davon im Laufe der Vorlesungszeit in Java implementieren und bekommen dafür ein Grundprogramm gestellt. Dieses hat allerdings wenig mit den in der Praxis verwendeten APIs zu tun. In dieser Bachelorarbeit wird daher ein Java-Programm entwickelt, das die Funktionsweisen heutiger Grafik APIs simuliert und den Studenten somit einen leichteren Einstieg in die Programmierung rund um OpenGL und DirectX verschafft.
23.06.10Peter GeilmannKOStandortprobleme auf GraphenBei Standortproblemen handelt es sich um Probleme, die sich damit beschäftigen, dass ein Standort gefunden werden soll, von dem aus die Summe der Kosten, um alle anderen Orte zu erreichen minimal ist (Median-Problem) oder von dem aus die maximale Entfernung zu allen anderen Orten minimal ist (Center-Problem).
30.06.10Sascha KolodzeyMIVisualisierung von 2D-Bewölkungsdaten mit Fokus auf wolkenähnlicher DarstellungDie Visualisierung von Wetterdaten ist aus dem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Informationen, wie sich das Wetter in der Zukunft entwickeln wird, lassen sich über Medien wie Fernseher oder Internet abrufen. Diese Arbeit befasst sich mit Algorithmen, die auf Basis von simulierten Bewölkungsdaten, wolkenähnliche Darstellungen erzeugen. Hierbei können weitere Informationen zur Hilfe hinzugezogen werden. Unter anderem bieten sich Noiseverfahren an, um Skalierungs- und Strukturproblemen entgegenzuwirken. Ausgangspunkt ist ein Programm, welches dem Benutzer über eine grafische Oberfläche erlaubt, Wetterdaten grafisch anzuzeigen. Die Bewölkungsdaten sollen dahingehend aufgearbeitet werden, sodass es dem Benutzer leichter fällt, die angezeigten Daten besser zu verstehen. Ziel dieser Arbeit ist es, die dafür nötigen Algorithmen zu entwickeln.
30.06.10Christian LinnemeyerMIVergleich lokaler Filter Algorithmen zwischen OpenGL und OpenCFilter sind Teil vieler Visualisierungsalgorithmen und können, insbesondere diejenigen höherer Ordnung, sehr aufwändig sein. Mittels OpenCL können nun die immer besseren Grafikkarten für solche Berechnungen optimal genutzt werden. In dieser Arbeit geht es um den Vergleich von OpenGL- und OpenCL-Implementationen hinsichtlich Performance und Genauigkeit der B-Spline Interpolation (bzw. Approximation) höherer Ordnung.
07.07.10Manuel BlumNIAutomatische Merkmalsextraktion zur Klassifikation von BilddatenDigitale Bilder sind wegen der hohen Anzahl gemessener Variablen (Bildpunkte) nicht ohne weiteres für die Verarbeitung durch Mustererkennungsverfahren geeignet, da der Rechenaufwand vieler Methoden exponentiell mit der Dimensionalität der Eingabewerte ansteigt. Außerdem sind meist nicht alle gemessenen Variablen relevant, um die zu Grunde liegenden Phänomene zu erklären. Daher ist es bei vielen Anwendungen von Interesse die Anzahl der Dimensionen der ursprünglichen Daten vor der Modellierung zu reduzieren. Dies wird durch eine Transformation der Bilddaten in einen Merkmalsraum von geringerer Dimension erreicht, der alle für den Anwendungsbereich relevanten Informationen enthält.
07.07.10Patrick FoxMITechnische und soziale Konzepte von Vorlesungsaufzeichnungen in sozialen NetzwerkenDer virtPresenter ist das Flash-basierte Front-End des Frameworks für Vorlesungsaufzeichnungen des Zentrum für Informationsmanagement und virtuelle Lehre (virtUOS) der Uni Osnabrück. Da die heutige Webbrowsergeneration bereits schon jetzt weitgehend den kommenden Standard HTML 5 umsetzt, lässt sich der virtPresenter inzwischen ganz ohne den Einsatz eines nicht überall verfügbaren Flash-Plugins umsetzen. Außerdem ermöglicht der standardisierte Ansatz eine Integration von Vorlesungsaufzeichnungen in soziale Netzwerke wie Facebook, um weitreichende soziale Funktionen zu ergänzen, die ein gemeinschaftliches virtuelles Lernen möglich machen. Die Dissertation befasst sich mit den technischen und sozialen Konzepten dieser Integration.
04.08.10Leonid OldenburgerSEDesign und Implementierung einer Software für Fördervereine – Schwerpunkt Mitglieder – und SpenderverwaltungDie elektronische Datenverwaltung stellt heutzutage einen wesentlichen Bestandteil der Vereinsorganisation dar. Durch die unterschiedlichen Zwecke eines Vereins entstehen individuelle Anforderungen an eine Vereinssoftware. Auf den Wunsch zweier gemeinnütziger Fördervereine soll mit dieser Bachelorarbeit eine Software entworfen und implementiert werden, deren Schwerpunkt in der Mitglieder- und Spendenverwaltung liegt. Besonders wichtig ist eine übersichtliche und benutzerfreundliche Bedienung der Software, die den Kunden jedoch höchste Funktionalität bieten soll.
04.08.10Artem PetrowSEDesign und Implementierung einer Software für Fördervereine - Schwerpunkt Kassenbuch und ProjektverwaltungDas Ziel dieser Arbeit ist es, in Zusammenarbeit mit Leonid Oldenburger ein Softwareprodukt zur Verwaltung eines gemeinnützigen Vereins zu entwickeln und zu implementieren. Im Verlauf dieser Arbeit wird ein Teil der Software mit dem Schwerpunkt Buchführung (inkl. Geldgeschäftsverkehr mit einer Bank), Jahresabschluss und Projektverwaltung entstehen.
29.09.10Florian Otte und Johannes ZimmermannWBAutomatisiertes Auffinden und Auffuellen von Scanschatten in 3D-LaserscansDie vorliegende Arbeit behandelt das automatisierte Auffinden und Auffuellen von Scanschatten in 3D-Laserscans. In Laserscans kommt es leicht zu nicht einsehbaren oder verdeckten Bereichen. Es sollen Methoden vorgestellt werden, diese Bereiche zu finden und effizient aufzufuellen.


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