Oberseminar Informatik im WS 2009/2010

Die Dozenten der Informatik

Universität Osnabrück

Das Oberseminar Informatik ist ein Forum zum wissenschaftlichen Austausch von Dozenten, Doktoranden und Studierenden. Vorgetragen werden Konzepte bzw. Ergebnisse von Bachelor-, Master-, Diplom- und Promotionsarbeiten sowie aktuelle Forschung aus dem Fachgebiet Informatik.

Information für Studierende: Die Veranstaltung wird als Seminar klassifiziert. Ein Scheinerwerb ist nicht möglich. Für Bachelor- und Masterstudenten und Doktoranden sind Vorträge im OSI als Teil der Abschlussarbeit verpflichtend. Hinweise zur Vortragsgestaltung gibt der Betreuer. Üblich sind ca. 30 Minuten Vortrag und 15 Minuten Diskussion.

TerminVortragende(r)AGThemaAbstract
18.11.09Marcell DietzSEEin interaktives Schulungssystem für PythonIn dieser Arbeit wird ein interaktives Schulungssystem für die Programmiersprache Python mit dem Namen Pythonguide entwickelt. Auf den ersten Blick scheint die Bedeutung des Titels klar. Die Begriffe interaktiv und Schulungssystem lösen bei jedem irgendeine Art von Verständnis für diese Begriffe aus. Aber was bedeutet eigentlich interaktiv und was genau macht ein Schulungssystem aus? Bei näherer Betrachtung besteht Klärungsbedarf, was genau unter diesen Begriffen zu verstehen ist. Schließlich wird eine internetbasierte Anwendung entwickelt, die den didaktischen Grundlagen genügt und in die Grundlagen von Python einführt. Dabei werden dem Anwender Aufgaben gestellt bei denen er selbst Code entwickeln muss und eingibt. Dieser Code wird evaluiert und eine didaktisch sinnvolle Rückmeldung generiert.
18.11.09Daniel KünneMIEntwicklung eines Stud-IP-Plugins fuer die Verwaltung und Organisation des Testat- und ÜbungsbetriebesZu Beginn eines Semesters müssen sich die Studenten bisher auf ausgehängten Zetteln für den Testatbetrieb in der Informatik anmelden. Aufgrund der stetig steigenden Studentenzahlen kommt es hierbei verstärkt zu Problemen. Des Weiteren führt jeder Tutor während des Semesters eine eigene Verwaltung seiner Gruppen mit deren Abgaben durch. Dies erschwert eine einheitliche Auswertung am Ende des Semesters, wo alle Daten wieder zusammengeführt werden müssen. Um ein einheitliches System zu erschaffen, soll mittels der Stud.IP-Pluginschnittstelle ein Plugin entwickelt werden, das direkt an die entsprechende Vorlesung im Stud.IP angebunden wird und dort alle Funktionalität zur Verfügung stellt. Bei der Umsetzung soll auf die zugrunde liegende Rollenverwaltung von Stud.IP zurückgegriffen werden, damit die einzelnen Benutzeraktionen möglichst feingranular abgestuft werden können. So durfen Dozenten/Übungsleiter die gesamten Einstellungen zum Testatbetrieb vornehmen und haben Zugriff auf alle Informationen im System. Die Tutoren legen ihre Testattermine an und können anschließend auch nur auf die Daten ihrer Gruppen zugreifen. Studenten können sich in dem System für ein Testat eintragen und ihre Abgaben (z.B. Quellcodes, Diagramme) auf den Stud.IP-Server hochladen.
25.11.09    
02.12.09Jann LaßMIImplementierung einer Stud.IP-Oberfläche für Google Android HandiesAndroid ist ein Betriebssystem für mobile Endgeräte, das von der Open Handset Alliance entwickelt wird. Für dieses soll eine Oberfläche der Lernplattform Stud.IP implementiert werden. Speziell sollen die Veranstaltungs-, Termin- und Nachrichtenverwaltung, sowie eine Suchfunktion umgesetzt werden. Android-Applikationen werden in der Programmiersprache Java geschrieben. Serverseitig wird ein RESTful-Webservice eingesetzt, der über die SOAP-Schnittstelle von Stud.IP die angeforderten Daten zusammenträgt und in Form von XML-Daten an das Gerät überträgt.
02.12.09Benjamin WulffWBPeople-Tracking in EchtzeitEs soll mit mit Hilfe der OpenCV Bibliothek ein System in C++ entwickelt werden, das dazu in der Lage ist in Echtzeit Personen in einem Video zu erkennen und zu verfolgen. Das System soll dazu verwendet werden, bei Vorlesungsaufzeichnungen von VirtUOS den Dozenten zu tracken und eine oder mehr Schwenk-Neige-Kameras so zu steuern, dass dieser immer im Bild ist.
09.12.09    
09.12.09    
16.12.09Johannes EmdenMIExplorative Analyse von Benutzerdaten aus personalisierten VorlesungspräsentationssystemenDiese Masterabeit umfasst die drei Ziele der Beschaffung, Berichterstellung und Analyse von Benutzerdaten aus Vorlesungspräsentationssystemen. Das erste Ziel ist die automatisierte Datenbeschaffung. Die in den Quellsystemen gesammelten Daten sollen extrahiert, anschließend transformiert und aufbereitet in ein Data Warehouse geladen werden. Die Quellsysteme enthalten Benutzerdaten und Meta-Daten von Vorlesungsaufzeichnungen. Außerdem existieren Profildaten aus externen Systemen wie Facebook, OpenSocial und Stud.IP sowie Daten verschiedener Webservices, wie z.B. Geo-IP-Services. Das zweite Ziel ist die Generierung von Berichten über die Nutzung von Vorlesungsaufzeichnungen und Erstellung von Statistiken in Form von Tabellen und Diagrammen. Berichte sollen über eine Zeitplanerstellung als HTML, Excel oder PDF automatisch per E-Mail versandt werden können. Außerdem soll es möglich sein über ein Web-Portal Berichte anzusehen und individuell anzupassen. Das dritte Ziel ist die explorative Datenanalyse, welche die Suche nach Strukturen und Besonderheiten in den Daten verfolgt. Zu diesem Zweck sollen Verfahren aus den Bereichen des Clusterings, der Segmentation und der Entscheidungsbäume angewandt werden.
16.12.09Marcel TrameMIIntegration des Vorlesungspräsentationssystems "virtPresenter" in soziale Netzwerke mit OpenSocialSoziale Netzwerke sind Netzgemeinschaften, bei dem die Benutzer gemeinsam eigene Inhalte erstellen. Üblicherweise bieten diese Dienste typische Funktionen an: Es können Informationen über die eigene Person hinterlegt werden, die das persönliche Profil definieren und Kontakt- bzw. Freundeslisten mit Links auf andere Benutzer-Profile angelegt werden. Darüber hinaus können über ein Kommunikationssystem Nachrichten und Benachrichtigungen über bestimmte Ereignisse versandt werden. Aufgrund dieser Funktionalitäten entstehen so im Laufe der Zeit Vernetzungen zwischen den Benutzern dieser Netzwerke, die unter dem Begriff des sozialen Graphen zusammengefasst werden. OpenSocial definiert eine Menge von Programmierschnittstellen zur Implementation von Webapplikationen im Kontext sozialer Netzwerke. Mit Hilfe von Standardtechnologien wie HTML, CSS, JavaScript und verschiedenen Skriptsprachen können interoperable Anwendungen erstellt werden, die auf den sozialen Graphen des jeweiligen Netzwerks zugreifen. Ziel meiner Masterarbeit ist die Implementation einer auf OpenSocial basierenden, sozialen Webanwendung, die das Vorlesungs-präsentationssystems 'virtPresenter' um soziale Funktionen erweitert. Dafür wird auf die persönlichen Profildaten der einzelnen User der jeweiligen Netzwerke zugegriffen. Darüber hinaus wird das LMS 'stud.ip' über ein weiteres Plugin erweitert. Es ergänzt die Funktionalität der Vorlesungsinhalte, so dass stud.ip als OpenSocial-Container fungieren kann. Damit können dann sämtliche OpenSocial Webapplikationen in dieser Umgebung eingebunden werden.
13.01.10Robin KogelbergWBFusion von Tiefeninformationen mit Farbwerten von digitalen KamerabildernDas Ziel dieser Masterarbeit ist die Erfassung einer möglichst realitätsnahen Abbildung einer beliebigen Umgebung durch ein autonomes System. Um dieses zu erreichen werden Farbwerte von Webcams mit Tiefeninformationen der jeweiligen Umbgebung verknüpft. Diese Tiefeninformationen werden durch einen Laserscanner gewonnen. Gegeben ist ein Verfahren, das aus einer 3D-Punktwolke eine fllächige Rekonstruktion in Form von Dreiecksmeshes erstellt. Ziel ist es, diese Dreiecksmeshes zu texturieren. Um dieses zu realisieren, muss zunächst eine farbige Punktwolke erstellt werden, bei der die Korrespondenz zwischen Farbwert und Tiefeninformation für jeden Punkt nahe dem realen Verhältnis ist.
13.01.10Dirk StürzekarnMIFußgängernavigation durch Augmented Reality auf Android-basierten MobilgerätenFür mobile Endgeräte, die das Android-Betriebssystem verwenden, soll eine Navigationssoftware entwickelt werden, die Fußgänger mit Hilfe von Elementen erweiterter Realität leitet. Zum einen soll eine Straßenkarte mit Routenanzeige in korrekter Ausrichtung dem Nutzer die Wegfindung erleichtern, zum anderen sollen in das Livebild der Gerätekamera Informationen zur Umgebung und zum Routenverlauf eingebettet werden. Die Anwendung nutzt Schnittstellen von Wikipedia und OpenStreetMaps, um die benötigten Informationen abzufragen und aufzubereiten.
20.01.10Thomas SchülerWBVirtual presence - Auswirkungen auf den Erfolg virtueller RehabilitationIm Kontext von virtuellen Realitäten spielt der Begriff der Präsenz bzw. der Immersion eine zunehmend wichtige Rolle. Das Gefühl, von der künstlichen Welt völlig umgeben zu sein ist für viele Nutzer eine eindrucksvolle und wünschenswerte Erfahrung. In einigen Anwendungen ist die Wahrnehmung der erzeugten Stimuli als reale Sinnesreize sogar eine zentrale Voraussetzung für den Einsatzzweck - man denke an Trainingssimulationen für bspw. Piloten. Eine relativ neue Anwendung virtueller Realitäten ist die virtuelle Rehabilitation. Insbesondere für die Therapie neurologischer Erkrankungen bietet der Computereinsatz Möglichkeiten, die mit herkömmlichen Ansätzen nicht erzielt werden können. Die Identifikation des Patienten mit dem Dargestellten könnte dabei von Bedeutung für den Therapieerfolg sein. Diese Hypothese wird im Rahmen meines Promotionsprojekts präzisiert und untersucht.
20.01.09    
27.01.10Sascha HenkeSEMöglichkeiten und Limitierungen der dokumentenorientierten Datenbank CouchDBSpätestens seit „Lotus Notes“ oder Amazons „SimpleDB“ haben sich die dokumentorientierten Datenbanksysteme rasant verbreitet. Speziell in Web-Services sind hohe Skalierbarkeit und verteilte Berechenbarkeit ein zunehmend wichtiger Aspekt geworden. Daher soll in dieser Arbeit das NoSQL Datenbanksystem „CouchDB“ analysiert werden, welches sich besonders durch eine Verteilte Architektur, dem Map/Reduce-Verfahren als Query-Sprache und einer sich daraus resultierenden hohen Skalierbarkeit der Dokumente auszeichnet. Zudem soll die Anfragesprache den gut erforschten relationalen Datenbanken gegenüber gestellt werden. Um die Funktionalität von CouchDB zu prüfen, soll ein Framework für die Arbeit mit verteilten Webshops programmiert werden.
27.01.10    
03.02.10    
03.02.10    
17.02.10Jessica MeyerWBHeterogeneous Players Selection in the 2D Robotic Soccer Simulation through Genetic AlgorithmsThe proposal of this project is to create an optimization method that is able to enhance a 2D Robotic Soccer Simulation team through a better selection of heterogeneous players, analyzing its effect over the team. The ultimate goal of the method would be to find a near-optimal heterogeneous player selection for a given team in order to improve the team performance as a whole. For that, I propose developing a Genetic Algorithm for a vanilla team that enhances its performance. By improvements I mean scoring more goals, suffering less goals, increasing the ball possession time, having more stamina, and so on. The specific attributes to determine if a team has evolved are going to compose the fitness function, therefore it's extremely important to choose them carefully. The idea is that a fitness increase would represent a team improvement.
17.02.10Andreas RicklingSEEntwicklung einer wissenschaftlichen Arbeitsumgebung auf der Basis von PythonWissenschaftliche Berechnungen, numerische Simulationen, Datenerfassung, sowie Datenanalyse und -auswertungen werden oft in der Industrie und an Hochschulen benötigt. Hierfür existiert meist kommerzielle Software, die hohen Anforderungen genügen muss. In dieser Arbeit werden die Möglichkeiten der modernen Skriptsprache Python genutzt, um eine wissenschaftliche Entwicklungsumgebung zu erstellen, die ebenfalls die hohen Anforderungen für das Arbeiten an Hochschulen oder in der Industrie erfüllt.


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